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Brandschutzhelfer braucht jedes Unternehmen

Gerade im Krankenhaus ist es wichtig, zum Thema Brandschutz zu schulen. Wo sonst gibt es so viele hilflose Personen, die sich nicht oder nur eingeschränkt bewegen können?  Christoph Hebborn, Brandschutzbeauftragter am Klinikum Leverkusen, spricht im webtvcampus:gefragt Interview über die Bedeutung der Brandschutzhelfer – ganz besonders für Krankenhäuser. Hier, wo Patienten auf Intensivstationen liegen, beatmet werden oder auch Operationen stattfinden, ist der Brandschutz ein besonders heikles Thema. Die Menge der Personen, die das Haus im Notfall nicht sofort oder nur mit Hilfe verlassen können, ist immens.

Hebborn erinnert deshalb daran, dass die jährliche Brandschutzunterweisung ohnehin für jeden Mitarbeiter verpflichtend ist. Die Ausbildung des Brandschutzhelfers geht aber noch ein Stück weiter. Diese Person ist noch umfassender geschult, und zwar theoretisch und  praktisch. Ein Brandschutzhelfer kennt die Löschmittel im Haus und weiß sie gezielt einzusetzen. Und: In einer Notlage – wie etwa bei der Räumung einer Station – kann er angemessen reagieren.

Brandschutzhelfer sind für Unternehmen Pflicht

Die rechtliche Verpflichtung für Unternehmen zur Bereitstellung von Brandschutzhelfern ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz, DGUV Information 205-023 und der ASR A2.2. Hier steht auch, dass 5 Prozent der Belegschaft zum Brandschutzhelfer ausgebildet sein müssen. Bei einem großen Besucheraufkommen oder vielen hilfsbedürftigen Personen in der Einrichtung, muss es aber noch mehr Brandschutzhelfer geben. Außerdem müssen bei Schichtbetrieb oder besonderen Gefahrenquellen im Unternehmen mehr Brandschutzhelfer ausgebildet werden.

In Krankenhäusern treffen all diese Kriterien zu. Einige Krankenhäuser, wie etwa das Klinikum Leverkusen, sind daher dazu übergegangen, pauschal alle Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern auszubilden, um die Sicherheit besonders schutzbedürftiger Personen zu gewährleisen.

Theoretischer Teil: mit E-Learning mehr Mitarbeiter erreichen

Hebborn beton, wie positiv sich gerade bei solch wichtigen Unterweisungsthemen die digitale Schulungen mittels E-Learning auf die Durchdringung auswirkt. Wenn die Mitarbeiter zeitlich flexibel lernen können, haben große Einrichtungen die Chance, bis zu 100 Prozent der Mitarbeiterschaft zu erreichen. Dieser Lernerfolg ist elementar, denn nur auf die abgeschlossene theoretische Schulung kann der praktische Teil aufbauen. Hier werden ortsbezogene Details, besondere brandschutztechnische Einrichtungen und auch das Löschen eines echten Feuers vermittelt. Die Schulung von Brandschutzhelfern ist gerade in Gesundheitseinrichtungen sehr verantwortungsvoll, denn sie trägt zu mehr Patientensicherheit und einem sicheren Arbeitsplatz für alle bei.