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Digitales QM: ein Beitrag für mehr Patientensicherheit

Gerade in einer Klinik, in der etliche Berufsgruppen hochkonzentriert am Patienten arbeiten, ist ein reibungsloser digitaler Informationsfluss über (erneuerte) Betriebsabläufe und spezielle Verfahrensweisen elementar, um Mitarbeitern Handlungssicherheit zu bieten. Geht es aber etwa um eine ISO-Zertifizierung oder ist ein Patient zu Schaden gekommen, leistet ein digitales Qualitätsmanagement-System noch weitaus mehr.

Die Zielsetzung seines digitalen QM-Systems ist für Thomas Lachauer, Geschäftsführer der qualido GmbH, deshalb klar: Informationen sollen sicher an die Mitarbeiter kommuniziert und nachgewiesen werden, denn ein digitales QM ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Prozessoptimierung, sondern auch zu mehr Rechtssicherheit und einer besseren Patientenversorgung.

Schnittstellen schaffen eine Symbiose aus QM-Systemen und E-Learning Angeboten

Die Grundplattform seines QM-Systems bietet deshalb zunächst eine Mitarbeiter- und Gruppenverwaltung, welche die gesamte Organisationsstruktur abbildet. Darauf aufbauend gibt es sechs Software-Module z.B. für den Bereich Termin und Fortbildungen, aber auch für den wichtigen Themenkomplex der Pflichtfortbildungen und Unterweisungen, wie etwa Arbeitsschutz, Brandschutz oder Datenschutz. Hier können auch E-Learning Inhalte eingebunden oder Schnittstellen zu anderen Anbietern integriert werden.

Berufsgruppen spezifisch unterweisen – digital besonders effizient

Die Berufsgruppen-spezifische Schulung ist in einer Klinik, in der etliche Mitarbeitergruppen zusammenarbeiten, elementar, betont Lachauer. Dokumente oder Arbeitsanweisungen betreffen nicht alle Mitarbeiter gleichermaßen. Deshalb braucht es ein durchdachtes Gruppensystem. Es muss gewährleistet sein, dass Mitarbeiter genau das sehen, was sie benötigen und der Vorgesetzte den Lernerfolg nachvollziehen kann.

Digitaler Bildungsnachweis: Das A und O des Qualitätsmanagements

Die Dokumentation von Schulungen und Unterweisungen ist für das QM von elementarer Bedeutung. Man denke nur an einen Besuch des MDK oder des Gewerbeaufsichtsamtes. In solche Fällen wird explizit gefragt, welche Mitarbeiter in ein bestimmtes Gerät eingewiesen wurden, wer seine Arbeitsschutzunterweisung in diesem Jahr bereits absolviert hat und wer nicht.

Gerade deshalb ist eine Dokumentation ohne Zettelwirtschaft eine enorme Entlastung. Die Auswertung einer Unterweisung kann mit einem digitalen Qualitätsmanagement-System nach bestimmten Berufsgruppen gefiltert und mit nur einem Klick nachgewiesen werden.

QM ist kein Selbstzweck

Generell gilt: Das Qualitätsmanagement dient immer der Prozessoptimierung eines Unternehmens. In einer Klinik geht es ganz besonders darum, die Qualität der Versorgung zu verbessern und die Patientensicherheit zu gewährleisten.

Wenn ein Unternehmen sicherstellen kann, dass die Mitarbeiter in aktuelle Standards eingewiesen sind, wenn Mitarbeiter aktuelle Dokumente, Gesetze und Verfahrensweisen kennen, dann trägt dies auch zu einer Verbesserung der Patientenversorgung bei.

Dokumentation der Unterweisungen schützt Ihr Unternehmen

Außerdem darf man nicht vergessen: Wenn ein Patient zu Schaden kommt und ein Dokumentationsversagen oder eine versäumte Einweisung in aktuelle Behandlungsstandards nachgewiesen werden kann, kommt es zur sogenannten Beweislastumkehr.

In diesem Fall kann ein Gerichtsverfahren zu Ungunsten des behandelnden Krankenhauses ausgehen. Eine Dokumentation schützt also das Unternehmen vor juristischen Folgen. Abgesehen davon passieren mit einer aktuellen Einweisung und Unterweisung weniger Fehler bei der Patientenversorgung, betont Lachauer.