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Wie muss Pflege sich verändern?

Heute wird der Internationale Tag der Pflegenden begangen. Ein Aktionstag, der den rund 28 Millionen Menschen gewidmet ist, die derzeit weltweit in Pflegeberufen arbeiten. Obwohl es viele Gründe gibt, sich mit den Belastungen des Berufs auseinanderzusetzen, besteht in Deutschland eine besondere Dringlichkeit.

Der Pflegeberuf zählt nicht nur zu den herausforderndsten Berufen, er ist auch einer der ältesten. Doch findet er in Deutschland noch immer nicht die Anerkennung durch berufsrechtliche Grundlagen und Strukturen, die er in anderen Ländern schon seit vielen Jahrzehnten bekommt. Arbeitsbelastung und Arbeitstempo nehmen weiter zu, der Fachkräftemangel ist nicht erst seit der Pandemie ein dringendes Problem und eine höhere Vergütung ist längst überfällig.

Auch ein Leistungsrecht der Pflegeberufe ist dringend notwendig, sagt Annemarie Fajardo, Diplom-Pflegewirtin, Doktorandin an der University of Gloucestershire, Lehrbeauftragte in den Studiengängen Pflegemanagement und Psychologie und Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. Denn im deutschsprachigen Raum sehen wir die Pflegeberufe nach wie vor als eine Art „Assistenzberuf des Arztes“, so die gelernte Altenpflegerin. Aus dieser Einstellung ginge die Regulation einer Ausbildung plus Fachweiterbildungen hervor. Wir bleiben hierzulande deutlich unter dem internationalen Niveau und damit auch auf einem niedrigeren Stand in der Patientenversorgung.

Wir haben uns mit Annemarie Fajardo getroffen und sie zu diesen so wichtigen Themen anlässlich des Internationalen Tag der Pflegenden befragt.

Auf unserem „Grünen Sessel“ erfuhren wir unter anderem über fehlende deutsche Reformen seit 1883, die Pionierin der modernen Krankenpflege Florence Nightingale und die Notwendigkeit von Pflegekammern.

Über webtvcampus: gefragt

Bei „webtvcampus: gefragt“ kommen Experten aus der Gesundheitsbranche zu gesellschaftlich relevanten Themen der Klinik- und Pflegeszene zu Wort. Immer mit dabei: der grüne Sessel. Wollen auch Sie Platz nehmen?