Mitarbeitende für Organspende sensibilisieren

Organspende

Kursinhalte an die Abläufe in Ihrem Unternehmen anpassbar
Inhalte nach DSO-Leitfaden
buchbar ab 2023

Trotz Anpassung von Gesetzen und Kriterien: Zahl von Organspenden sinkt weiter

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) geht die Zahl der Organspenden immer weiter zurück. In der Pressemitteilung anlässlich der DSO-Jahrestagung Anfang November 2022 heißt es: „Die DSO blickt mit großer Sorge auf die momentane Situation: Bis Ende Oktober gab es bundesweit 710 Organspender in den rund 1200 Entnahmekrankenhäusern. Dies sind 65 weniger als im Vorjahreszeitraum.“

Die Gründe dafür sind laut DSO vielfältig. Unter anderem habe die Corona-Pandemie so viele Kapazitäten gebunden, dass auch die gesetzlichen Initiativen zur Förderung der Organspende nicht wie geplant in den entsprechenden Einrichtungen umgesetzt werden konnten. Gleichzeitig ergab eine Umfrage unter den Transplantationsbeauftragten, dass „vor allem der pflegerische und ärztliche Personalmangel sowie die fehlende Kapazität an Intensivbetten“ 2022 weiter zum Rückgang der Organspenden geführt hat.

Leidtragende dieser dramatischen Entwicklung sind die rund 8.500 Patienten und Patienteninnen auf den Wartelisten und deren Angehörige.

Personal schulen: Organspender erkennen

Entnahmekrankenhäuser kommt bei der Erhöhung der Spendezahlen eine Schlüsselposition zu. Sie sind nämlich per Transplantationsgesetz verpflichtet alle potentiellen Organspender zu melden. Für diesen Prozess müssen die Einrichtungen alle Rahmenbedingungen bereitstellen – organisatorisch, medizinisch und personell.Doch gerade der Mangel von Personal stellt viele Kliniken vor riesige Herausforderungen.

„Die Organspende ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur intensivmedizinische Expertise, sondern auch Zeit und Ressourcen braucht“, betont Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO anlässlich des Jahreskongresses. „Gerade für kleinere Häuser sei sie ein eher seltenes Ereignis und damit eine zusätzliche Herausforderung“.

Entnahmekrankenhäuser sind laut TPG § 9a 2.4. verpflichtet „sicherzustellen, dass das von ihnen eingesetzte medizinische Personal für seine Aufgaben qualifiziert ist (…).“

Zusätzlich fordert das Transplantationsgesetz aber auch von den Transplantationsbeauftragten der Einrichtungen, „dass das ärztliche und pflegerische Personal im Entnahmekrankenhaus über die Bedeutung und den Prozess der Organspende regelmäßig informiert wird.“ (TPG § 9b 2.4.)Ziel dieser Vorschriften ist es, die Sensibilität für das Thema Organspende in der eigenen Einrichtung zu stärken. Denn klar ist: Nur gut geschultes und aufmerksames Personal erkennt potentielle Organspender und kommt der Meldepflicht nach.

Zusammenarbeit  Transplantationsbeauftragten des Universitätsklinikums Düsseldorf und St. Franziskusstiftung Münster

Um die Sensibilität aller medizinischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entnahmekrankenhäuser zu schärfen hat webtvcampus gemeinsam mit dem Transplantationsbeauftragten der Uniklinik Düsseldorf, Daniel Schrader die Videoschulung  „Organspende“ entwickelt.  In zwei Modulen werden Mitarbeitende zu dem wichtigen Themenkomplex der Organspende geschult.

In rund 20 Minuten und fünf kurzen Kapiteln bildet das erste Modul alle relevanten Basis-Informationen ab. Neben den allgemeinen Informationen zur Organspende erfährt das medizinischen Personal eines Entnahmekrankenhauses außerdem:

  • wie der Prozess der Organtransplantation organisiert ist
  • welche rechtlichen Grundlagen in Deutschland und Europa gelten
  • wie die postmortale Organentnahme durchgeführt wird und
  • welche Aufgaben das Entnahmekrankenhaus erfüllen muss.

Profi-Modul für das Personal in Anästhesie und Intensivmedizin

Das zweite Modul des Kurses richtet sich explizit mit seinen sieben Kapitel speziell an die Fachkräfte der Krankenhäuser. In rund 35 Minuten erhalten diese weiterführende Informationen zu den Themen:

  • Medizinische Voraussetzungen einer Organspende
  • Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
  • Angehörigengespräch
  • Organ- und Empfängerschutz
  • Explantation und Nachsorge.

Der gesamte Inhalt des neuen WebTV-Kurses orientiert am DSO-Leitfaden für die Organspende. Die Entwicklung und Realisation aller Schulungsvideos fand mit freundlicher Unterstützung der Transplantationsbeauftragten des Universitätsklinikums Düsseldorf und der St. Franziskusstiftung Münster statt. Der WebTV-Kurs „Organspende“ ist in gewohnter Dokufilm-Qualität produziert und abwechslungsreich, leichtverständlich und unterhaltsam gestaltet. Die Kursinhalte können an wie üblich an Ihre innerbetrieblichen Verfahrensweisen angepasst werden.

Sie möchten mehr informative Inhalte zum Thema Organspende? Sehen Sie hier das webtvcampus:gefragt Interview mit Dr. Gero Frings, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Transplantationsbeauftragten NRW e.V.

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Sehr gerne erläutern wir Ihnen unser Kursprogramm und die Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen. Möchten Sie einen Demozugang oder haben Sie sonstige Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an Sarah Heibel.

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