Transfusionsmedizin

Für wen sind die Schulungen zum Thema Bluttransfusion Pflicht?

Ein Fehler bei der Bluttransfusion kann für den Patienten tödliche Folgen haben.

 

Der Gesetzgeber und die Ärztekammern in Bund und den Ländern fordern darum im Rahmen der Qualitätssicherung der Transfusion ausdrücklich eine regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, die mit Blutprodukten umgehen und eine Bluttransfusion vorbereiten oder einleiten: Es sind alle Mitarbeiter zu unterweisen, die am Prozess der Gabe von Erythrozyten, Plasma o.ä. beteiligt sind. Das sind neben den Mitarbeitern in den Laboren natürlich die Transfusionsverantwortliche oder – beauftragte aber genauso transfusierende Ärzte, Pflegepersonal und auch die Mitarbeiter der Transportdienste.

Kursinhalte: Von Antikörper bis Transfusionsreaktion

In enger Kooperation mit dem Institut für Transfusionsmedizin des Klinikums Dortmund, dem größten Krankenhaus Nordrhein-Westfalens, wurde der einstündige WebTV-Kurs produziert. Die wesentlichen Aspekte der Transfusion werden praxisrelevant für verschiedene Lernniveaus vermittelt.

 

Die einzelnen Videokapitel informieren anschaulich über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bluttransfusion, die medizinischen Grundlagen – die Funktion des Blutes, Blutgruppen oder Antikörper – sowie über Praxis und Zuständigkeiten vor, während und nach der Transfusion. Themen sind außerdem: Bluttransfusion und die damit verbundenen Risiken.

 

Eine Bluttransfusion kann Nebenwirkungen haben: Welche sind das?

 

Gerade auf diese wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Bluttransfusion gibt der Kurs Antworten und bietet Handlungsoptionen. Die Inhalte berücksichtigen die Vorgaben der Bundesärtzekammer (BÄK), die in der Richtlinie Hämotherapie definiert sind. Diese Richtlinien sind für alle Einrichtungen des Prozesses Bluttransfusion verpflichtend.

Kursinhalt

Kapitel 01: Rechtliche Grundlagen der Hämotherapie
Einleitung und Kursstruktur | Gefahren | Arzneimittelgesetz (AMG) | Transfusionsgesetz (TFG) | Bundesärztekammer | Richtlinie Hämotherapie | Querschnittsleitlinie
Kapitel 02: Organisation der Transfusionsmedizin
Transfusionsverantwortliche Person | Transfusionsbeauftragte Person | Transfundierendes ärztliches Personal | Aufgaben und Pflichten | Behandlungseinheiten | Jährliche Schulungen | Transfusionskommission | Transfusionsvorschrift | QM-Handbuch Hämotherapie
Kapitel 03: Das Blut
Zusammensetzung | Erythrozyten | Thrombozyten | Leukozyten | Plasma
Kapitel 04: Indikationen
Indikationen und Produkte | Notfall vs Planbarkeit | Blutverlust vs. Chronische Erkrankung | Einmalgabe vs. Dauergabe
Kapitel 05: Blutmanagement
Knappe Ressource | Rationaler Einsatz | WHO 2010 | Patient Blood Management Frankfurt | RiLiBÄK: patienten-individualisierten Hämotherapie | Drei Säulen des Blutmanagements | Erkennen und Behandlung von Anämie (präoperativ) | Trigger-Checklisten | Eigenblut | ABO-Identitätstest (Empfänger und Konserve)
Kapitel 06: Blutgruppen, Antikörper und Antigene
Kompatibilität | Klassifikation nach AB0-System | Antigene | Antikörper | Rhesusfaktoren
Kapitel 07: Von der Blutspende bis zur transfusionsfähigen Blutkomponente
Vollblutspende | Laboruntersuchungen | Herstellung von Komponenten | Lagerung, Temperaturen und Haltbarkeit | Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenkonzentrate, Granulozytenkonzentrate, Therapeutisches Plasma (frisch und lyophilisiert)
Kapitel 08: Zuständigkeiten
Ärztliches und Pflegerisches Personal und Transportdienst | Schulungspflicht für alle am Prozess Beteiligte | Ablauf einer Transfusion in 6 Schritten
Kapitel 09: Vorbereitung
Indikationsstellung | Bereichsspezifische Indikationslisten | Patientenaufklärung | Blutabnahme | Kennzeichnung von Probegefäßen | Untersuchungsauftrag | Verschreibung und Anforderung
Kapitel 10: Transport und Lagerung
Blutdepots und Apotheken | Unverzügliche Lieferung | Transportbehältnisse | Transporttemperaturen und Kühlkette | Beschädigung und Sturz (mechanische Hämolyse)| Persönliche Übergabe | Dokumentation | Konservennummer | Konserven- oder Transfusionsbegleitschein
Kapitel 11: Vor der Einleitung
Annahme und Kontrolle | Angaben auf dem Konservenbegleitschein | Vorbereitung der Komponenten | Maximale Verwendbarkeit noch Annahme | Transfusionsgeräte (Besteck) | Geräte zur Erwärmung | Rekonstitution von lyophilisiertem Plasma
Kapitel 12: Einleitung und Betreuung
Identitätsprüfung | AB0-Identitätstest | Medtrokart und Serafolo AB0-Bedsidekarte: Vorbereitung und Durchführung | Ergebnis deuten | Dokumentation | Einleitung durch Arzt | Betreuung durch Pflege | Überwachung
Kapitel 13: Nachsorge
Transfusionsende | Fortsetzung der Überwachung | Transfusionsprotokoll | Lagerung der leeren Beutel | Dokumentation
Kapitel 14: Unerwünschte Ereignisse und Reaktionen
Definition | Meldepflicht | Sofortreaktionen, verzögerte und Spätreaktionen | Maßnahmen | Qualitätssicherung | Meldebögen | Paul Ehrlich – Institut | Dokumentation
Kapitel 15: Notfalltransfusion
Definition von Notfallsituationen | Voraussetzungen | Blutgruppenbestimmung | AB0-Identitätstest | Blutgruppe 0 (vor Blutgruppenbestimmung) | Identitätssicherung
Kapitel 16: Dokumentation
Lückenlose Dokumentation | Zusammenfassung nach RiLi BÄK | Archivierung | Transfusionsvorschrift der Behandlungseinheit

Für jede Zielgruppe die relevanten Informationen

Aus knapp zwanzig Kapiteln stellen Sie Ihren Kurs für Ihre Mitarbeiter individuell zusammen. Damit können Sie die verschiedenen Zielgruppen in Ihrem Haus individuell und präzise mit genau den Informationen schulen, die im jeweiligen praktischen Umfeld notwendig und gefordert sind.

 

Alle Inhalte können selbstverständlich an die innerbetrieblichen Verfahrensweisen der Transfusion in Ihrem Haus angepasst werden. Damit wird der WebTV-Kurs Bluttransfusion zu einem integralen Bestandteil des Qualitätsmanagements und leistet einen aktiven Beitrag zur Patientensicherheit in Ihrer Klinik.

WebTV-Kurse zum Thema Transfusionmedizin gibt es für:

Kursinhalte sind an die Abläufe in Ihrem Unternehmen anpassbar

Haben Sie Fragen?

Sehr gerne erläutern wir Ihnen unser Kursprogramm und die Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen. Möchten Sie einen Demozugang oder haben Sie sonstige Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an Sarah Heibel.